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Sofortige Entlastung der Pferdehalter gefordert
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die gemeinsamen Forderungen der drei Verbände. „Es braucht eine sofortige Entlastungsmaßnahme der Pferdehalter, auch wenn die Evaluierung der GOT noch läuft“, forderte Dr. Klaus Miesner. Professor Martin Richenhagen kritisierte erneut den laufenden Evaluierungsprozess und stellte auch die Abschaffung der GOT in den Raum. Gemeinsames Mindestziel der drei Pferdeverbände ist die Aufhebung der Verbindlichkeit der GOT 2022. Dies sei kurzfristig umzusetzen, sagte Richenhagen, um eine direkte Entlastung der Pferdehalter schnell zu erreichen. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hatten die drei Pferdeverbände bereits im April 2026 darauf hingewiesen, dass sich in anderen Branchen Modelle längst bewährt haben, die der Orientierung dienen, ohne dabei verbindlich zu wirken (u.a. bei Architekten, Ingenieuren und Steuerberatern).
Nachdrücklich haben die drei Verbände darauf hingewiesen, dass die laufende Evaluierung nach ihrer Auffassung nicht die Anforderungen an eine ergebnisoffene Überprüfung erfüllt. Denn: Eine wissenschaftlich belastbare Evaluation muss ergebnisoffen prüfen, ob die Ziele der GOT 2022 überhaupt erreicht wurden. In der jetzigen Evaluation fehlen die konkreten Auswirkungen auf Tierhalter und Tierwohl, die aktuell negative Entwicklung der Tierzahlen, die Entwicklung von Behandlungen und Euthanasien, die allgemeine Marktentwicklung sowie die Bedeutung von Arzneimittelumsätzen und Rabattstrukturen. Zu prüfen sind auch kartellrechtliche Fragestellungen aufgrund der zunehmenden Bildung großer Gruppen- bzw. Unternehmensverbünde von Tierarztpraxen und -kliniken.
Darüber hinaus fordern die Verbände:
· die Abschaffung der Hausbesuchsgebühr für Pferde sowie ein Bekenntnis zum Pferd als landwirtschaftliches Nutztier,
· eine transparente Begründungspflicht bei der Anwendung von Mehrfachsätzen,
· größere Gestaltungsspielräume bei der Rechnungsstellung, beispielsweise durch Pauschalen, Rabatte oder Paketpreise,
· sowie die gleichwertige Berücksichtigung der Perspektive der Tierhalter im Evaluationsprozess.
Erstmals vertraten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT ihre Positionen zur GOT gemeinsam gegenüber dem Bundesminister. Die Verbände machten dabei deutlich, dass Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in dieser Frage mit einer Stimme sprechen. Trotz unterschiedlicher Aufgaben und Strukturen vertreten die Verbände gemeinsam die Interessen von Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in Deutschland. Ihr gemeinsames Ziel ist eine schnelle, tragfähige Lösung, die sowohl die Zukunft der Pferdehaltung und Pferdezucht als auch eine verlässliche tierärztliche Versorgung sichert.
Die Verbände sehen kurzfristigen Handlungsbedarf, um weitere Rückgänge in Pferdehaltung und Pferdezucht zu verhindern. „Tierärzteschaft und Pferdesektor sind aufeinander angewiesen. Unser Ziel ist eine schnelle Rückkehr zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten, insbesondere aber der Pferde“, betonten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT gemeinsam. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer teilte gegenüber den Verbänden mit, dass zunächst die Ergebnisse aus der laufenden Evaluierung abgewartet werden müssen, bevor das BMLEH weitere Schritte in Angriff nehmen wird. Das Ministerium rechnet mit den Ergebnissen im Oktober 2026.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) schlägt ein neues
Kapitel auf: Mit „Pferdesport Deutschland“ hat sie im Rahmen der
spoga horse in Köln eine neue Initiative offiziell eingeführt.
Logo und Leitidee wurden dort erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Pferdesport Deutschland ist dabei mehr als eine Marke – es ist
ein gemeinsamer Aufbruch für den Pferdesport in Deutschland.
Mit Pferdesport
Deutschland schafft die FN eine neue, verbindende Klammer für
den gesamten Sport. Die Initiative steht für klare Werte: Pferdewohl,
Wissen und Fairness. „Unser Ziel ist es, die ungebrochene Begeisterung
für das Pferd in noch mehr Verantwortung münden zu lassen. Für
eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Pferd und Mensch. Für
ein respektvolles Miteinander und fairen Sport. Für ein Leben
mit Pferden“, sagte Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender der
FN.
Siehe hier
Fragen? Die 20 wittelsbuerger.com-Experten helfen gerne weiter,
z.B. Nico Hörmann, Grischa Ludwig oder Daniel Klein für den
Bereich Reining.
Zum
wittelsbuerger.com-Expertenforum gelangen Sie hier.
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